Jazz im Museum
Ryan Carniaux Quartett
Sonntag, 29. Januar 2012, 11:00 Uhr
Eintritt 10 Euro
Jüdisches Museum
Der Trompeter Ryan Carniaux ist ein Arbeitstier, ein Vollblutmusiker, der durch das Livespiel in den USA und in Europa auf Festivals und in Clubs sich selbst zu dem machte, was er heute ist: ein Trompeter mit eigenem Ausdruck, einem Ton, der in seiner komplexen Sanftheit an Chet Baker erinnert und doch immer typisch Carniaux ist. Ryan Carniaux ist Bandleader und Gründer des Quartetts bestehend aus dem Schweizer Schlagzeuger Samuel Dühsler, der durch seine Virtuosität die Band in immer wieder neue musikalische Richtungen zieht, Mike Roelofs am Klavier und Marco Neninger am Bass.
Eine Kooperation mit dem Jazzkeller Frankfurt
Du gehst, du sprichst, du singst, du tanzt.
Gespräch / Lesung / Konzert mit Giora Feidman
Mittwoch, 08. Februar 2012, 19:00 Uhr
Eintritt 12 Euro
Museum Judengasse
Bild: Felix Broede
Giora Feidman erzählt im Gespräch mit Bernhard Robben aus seinem Leben und gibt musikalische Kostproben auf der Klarinette. Er blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die ihn weltweit bekannt machte. Sie startete für den 18-jährigen 1954 am Teatro Colon in Buenos Aires und setzte sich 1954 am Israel Philharmonic Orchestra fort. Gleichzeitig spielte Feidman als Solist unter anderem unter Leonard Bernstein, Raffael Kubelik und Zubin Mehta. Er hat mit Benny Goodman Jazz und mit Astor Piazzolla Tango gespielt; er ist mit der Musik George Gershwins ebenso vertraut wie mit der Wiener Klassik eines Mozart oder Schubert.
Mit seinem Auftritt in Peter Zadeks Ghetto 1985 wurde er auch als Klezmer-Musiker in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt. Vielen Menschen ist er unvergesslich als der Klarinettist aus den Erfolgsfilmen Schindlers Liste, Jenseits der Stille und Comedian Harmonists.
»Devise Sauberkeit«
Die Kosmetikfirmen Scherk und Dr. Albersheim
15. Dezember 2011 – 1. April 2012
Museum Judengasse
- Körperpuder vor und nach der »Arisierung« der Firma Dr. Albersheim, 1930-1945
- Darupan Nagelpolierstein, ein beliebtes Produkt der Firma Dr. Albersheim, um 1930
- Werbung für Khasana-Lippenstifte, eines der Hauptprodukte von Khasana Dr. Albersheim in den 1950er Jahren
- Duftkarte für das Parfum »Li«, um 1955
- Verwaltungsgebäude der Firma Dr. M. Albersheim am Frankfurter Hauptbahnhof, um 1930
- Fabrikgebäude der Firma Scherk, um 1930
Neuerwerbung: Hermann Struck in Galiläa
8. November 2011 – 12. Februar 2012
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums
Ohne Titel (Landschaft am See Genezareth), um 1930, Öl auf Leinwand auf Pappe
Das Jüdische Museum erwarb 2009 ein Konvolut von Landschaftsbildern des Künstlers Hermann Struck. Die kleinformatigen Arbeiten in Öl und Aquarell werden nun nach aufwändiger Restaurierung erstmals ausgestellt.
Hermann Struck, eigentlich Chaim Aaron ben David, wurde 1876 in Berlin geboren. Er gehörte zu den Mitbegründern der Misrachi-Bewegung des religiösen Zionismus. 1922 emigrierte er nach Palästina und bezog ein Haus in Haifa, wo er bis zu seinem Tod 1944 lebte. Bekannt wurde Struck durch sein Werk „Die Kunst des Radierens“ (1908) und für seine expressiven Radierungen und Lithographien wie „Das ostjüdische Antlitz“ von 1915. Die ausgestellten impressionistisch wirkenden Bilder hingegen öffnen den Blick auf eine ganz andere künstlerische Seite Hermann Strucks.
Restauriert mit der Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
- Selbstbildnis, 1928
- Ohne Titel, (Landschaft am See Genezareth), um 1930, Öl auf Pappe
- Ohne Titel, (Uferlandschaft am See Genezareth), um 1930, Aquarell auf Velinpapier
- Rote Wolken über den Bergen von Galiläa, 1936, sign., dat. u.l. (hebr. rücks. betitelt), Öl auf Malkarton
Kindheit in Israel
Fototagebücher aus den SOS-Kinderdörfern Neradim und Megadim
29. Februar – 27. April 2012
Kabinettausstellung im 2. OG des Jüdischen Museums
Was bewegt Kinder in Israel? Und wie leben sie hier, in den SOS-Kinderdörfern in Megadim in Migdal Haemek im Norden und Neradim in Arad im Süden des Landes? Welche Themen haben sie? Um sich diesen Fragen zu nähern, entstand ein ganz besonderes Kunstprojekt, verwirklicht von Kindern aus SOS-Kinderdörfern in Israel: Ausgerüstet mit Einwegkameras hielten sie im April 2011 ihr Leben, ihr Umfeld und Themen, die sie bewegen, in Bildern fest.
Begleitet wurden sie dabei von dem Berliner Fotografen Stephan Pramme, der die jungen Menschen mit großer Sensibilität und professionellem Blick porträtiert hat. Herausgekommen ist eine gelungene Verknüpfung der persönlichen Innensicht der Kinder und der arrangierten Außensicht des Fotografen. Es entstanden Bilder, die tief gehen und Spuren aufzeigen, von dem, was die Kinder bereits erlebt haben, aber auch von dem Prozess der Heilung, den viele der Kinder erfahren. Begleitend zu den Fotos werden die Lebensläufe einiger Kinder skizziert.
Eine Ausstellung der SOS-Kinderdörfer weltweit, Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
BILD dir dein Volk!
Axel Springer und die Juden
15. März – 29. Juli 2012
Jüdisches Museum
Axel Springer in Jerusalem, © Fotoagentur Sven Simon
Axel Springer (1912-1985) war der größte deutsche Medienunternehmer der Nachkriegsgeschichte. Zudem war er eine Persönlichkeit, die polarisierte und an zahlreichen politischen Auseinandersetzungen der Nachkriegszeit beteiligt war. Fast unbekannt ist, dass er sich persönlich und in seinem Verlag einem radikalen „Versöhnungsprojekt“ Juden und dem jungen israelischen Staat gegenüber verschrieb. Mindestens einmal pro Jahr reiste Springer zwischen 1966 und 1985 nach Israel und pflegte dort Kontakte mit Politikern und Kultureinrichtungen. Ihn verband eine enge Freundschaft mit Teddy Kollek, dem Bürgermeister von Jerusalem; das Israelmuseum und andere Institutionen erhielten zahlreiche Spenden aus dem Haus Springer.
Auf einer dieser Reisen entstand 1970 ein Foto, das Axel Springer zeigt, der auf dem Ölberg steht und seinen Blick über Jerusalem schweifen lässt. Der Fotograf war Sven Simon, Axel Springers Sohn, der ihn auf seinen Israelreisen oft begleitete. Seine Fotos haben wesentlich zur Selbstinszenierung Springers beigetragen. So auch in diesem Fall: als Visionär der Einheit Berlins am Beispiel des vereinten Jerusalem, auf dem sein Blick ruht. Dieses Foto steht im Zentrum der Ausstellung, die das Jüdische Museum Frankfurt in Kooperation mit dem Fritz Bauer Instituts ausrichtet. Sie handelt von der Person Axel Springers und ihren Kontrahenten und beleuchtet, welche Bedeutung seine Haltung zu den Juden und zu Israel für die deutsch-jüdische Nachkriegsgesellschaft hatte.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, den Kulturfonds RheinMain, die Gerda Henkel Stiftung und die Herbert Quandt Stiftung
Ausstellungseröffnung, Mittwoch, 14. März 2012, 19.00 Uhr
Das Begleitprogramm zur Ausstellung beginnt im Mai 2012.
Gegen den Strom
Solidarität und Hilfe für verfolgte Juden in der NS-Zeit
9. Mai – 14. Oktober 2012
Museum Judengasse
|
|
Veranstaltungskalender
| Januar 2012 |
 |
| Mo |
Di |
Mi |
Do |
Fr |
Sa |
So |
| |
01
|
| 02 |
03 |
04
|
05 |
06 |
07 |
08
|
| 09 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
15
|
|
16
|
17
|
18 |
19 |
20 |
21 |
22
|
| 23 |
24 |
25 |
26 |
27
|
28
|
29
|
| 30 |
31 |
|
* Jüdische Feiertage
|
Jüdisches Museum
Untermainkai 14/15
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 212 35000
Fax: +49 (0)69 212 30705
info(at)juedischesmuseum.de
Museum Judengasse
Kurt-Schumacher-Str. 10
60311 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 297 74 19
Fax: +49 (0)69 212 30 705
Prof. Dr. Raphael Gross
Direktor des Jüdischen Museums und
Geschäftsführer der Kommission zur
Erforschung der Geschichte
der Frankfurter Juden
Telefon: +49 (0)69 212 38805
Dr. Johannes Wachten
Stellvertretender Direktor, Leiter der
Abteilung Dokumentation, Judaistik
Telefon: +49 (0)69 212 38806
Fritz Backhaus
Stellvertretender Direktor, Museum
Judengasse / Börnegalerie,
Museumspädagogik
Telefon: +49 (0)69 212 38804
Daniela Unger
Büro der Direktion / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 (0)69 212 38805
Weitere Ansprechpartner
Impressum
© ® 1999-2012 Jüdisches Museum
Frankfurt am Main
Letzte Änderung: 16. Januar 2012
|